Rückkehr fast ohne Hindernisse

Veröffentlicht auf von Martin Franitza

Um 5 Uhr läutet der Wecker. 5 Uhr mitteleuropäische Zeit. In Russland ist es bereits 7 Uhr. Wegen der Zeitverschiebung wollen wir rechtzeitig starten, um auf alle Fälle die Grenze innerhalb der Öffnungszeit zu erreichen.

Es geht schon mal gut los. Die VN hat die zwei Tage Standzeit nicht verkraftet und springt nicht an – oder liegt es vielleicht am unbekannten Herstellungsdatum der Batterie? Aber mit dem Fremdstartkabel ist der Motor schnell zum Leben erweckt. Vorbei am samstäglichen Automarkt verlassen wir Murmansk. Bald sind wir allein auf der Straße. Jetzt bei Sonnenlicht erkennen wir erst die Schönheit dieser kargen Landschaft. Die Straßenverhältnisse sind aber deswegen auch nicht besser.

Wie viele Zettel für die Zollerklärung werde ich heute ausfüllen müssen? Wie lange werden wir an der Grenze brauchen? Wird die unwahrscheinlich nette Dame des Zoll wieder Dienst haben? Wie viele Stapel an Blankoerklärungen liegen für mich bereit? Beim Zoll hat heute jemand anderes Dienst. Ich muss die Zollerklärung nur zweimal ausfüllen. Ich habe mich gebessert. Ich habe gelernt und meine Fleißaufgabe vor zwei Tagen anscheinend brav erledigt. Nach 30 Minuten ist der ganze Zauber an der russischen Grenze vorbei. Die Norweger kontrollieren nur kurz die Pässe. Das wars.  

Durch die Schüttelei auf den russischen Straßen hat sich beim VN-Gespann Fern- und Abblendlicht verabschiedet. Der Strom ist weg. Vor unserer Unterkunft suchen Fritz und ich noch den halben Nachmittag nach der Ursache. Aber wir finden den Fehler nicht. Einhellig sind wir der Meinung, dass ein gutes Standlicht auch ganz schön hell sein kann.

Über unser Abenteuer, unsere Erfahrungen und unsere Erlebnisse in Russland könnten wir seitenweise berichten. Das werden wir zu gegebener Zeit tun. Denn da gibt es die Story mit dem Stadtabgeordneten…………….

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Martin 03/09/2009 21:03

Halo Lutz,

ich bin von der VN überzeugt. Das defekte Zündmodul ist Pech. Fünf Jahre harter Winterbetrieb lügen nicht. Aber das fahrwerk ist genial, besser als das der BMW. Und 720 Kilogramm Kampfgewicht bei 56 PS Motorleistung und das bei den Straßenverhältnissen ist doch ein Wort - oder?
Mehr zur VN demnächst.

Gruß

Martin

Lutz Berger 03/08/2009 14:27

Wie mir scheint ist die VN800 für solche Gewalttouren doch nicht so sehr geeignet!?