Silvestertreffen beim Moserwirt im Mühlviertel/Österreich

Veröffentlicht auf von Martin Franitza
















Andreas Öttl hatte zum Silvestertreffen beim Moserwirt in Österreich eingeladen.  Voll bepackt starteten wir am 29. Dezember Richtung Österreich. Schon auf der Autobahn nach Regensburg fiel wieder die komplette Gespannbeleuchtung bis auf den Hauptscheinwerfer aus. Macht nix – zumindest bei Tageslicht – und so fuhren wir lichtlos bis Schärding. Dort hatten wir uns am nächsten Tag mit den beiden Rudis verabredet, um gemeinsam ins Mühlviertel zu fahren. Rechtzeitig am nächsten Morgen fuhren wir zu Rudi und Sabine und gingen auf Fehlersuche. Die Ursache war schnell gefunden. Sicherung defekt. Die neue Sicherung hielt auf der weiteren Fahrt genau bis zum Ortsschild von Schärding. Mist – irgendwo muss noch ein Wackelkontakt, Massefehler oder ein Kurzschluss sein.  Auf den Höhenlagen des Mühlviertel lag noch reichlich Schnee. Die Straßen waren zum Teil vereist.  

Erst bei Dunkelheit bezogen wir unsere Unterkunft. Da war die Motivation zum Schrauben nicht mehr groß. Am nächsten Tag stand eine Ausfahrt auf dem Programm. Über einsame Reiterwege und Gemeindeverbindungsstraßen zeigte uns Andreas die Reize des Mühlviertels. Wir hatten uns vor der Ausfahrt erkundigt, ob wir mit unserem schweren Eisenhaufen überhaupt die Strecke fahren können, denn am Vortag war eine Vorabgruppe elendig im Schnee versunken und konnte erst nach über drei Stunden die Gespanne aus dem Tiefschnee wieder flott bekommen. „Nur ein kleines Teilstück könnte problematisch werden!“, meinte Andreas. Na ja!

In diesem Problemteilstück waren wir plötzlich mittendrin: Ein etwa 100 Meter langer Hohlweg mit etwa 30 Zentimeter verharschtem Schnee und steiler Ab- und Auffahrt. Die Abfahrt schafften wir noch. Das Gespann grub sich wie ein Schaufelbagger durch. Aber auf der Auffahrt kamen wir keinen Meter vorwärts. Schieben, schieben, schieben bis zum Abwinken. Mit vielen helfenden Händen hoben wir das Gespann regelrecht die Auffahrt hoch. Gott-sei-Dank waren wir nicht die einzigen, die an dieser Stelle Probleme hatten. Auch einige Russengespanne und das Enfield-Gespann mussten den Berg hochgehievt werden.

Am späten Nachmittag machte ich mich dann wieder auf die Fehlersuche bei der Elektrik. Die genaue Ursache konnte ich nicht lokalisieren. Der Fehler lag anscheinend im Kabelwirrwar unter der Sitzbank. Kurzerhand schnitt ich den ganzen Schmodder heraus und verband nur die Kabel für Rücklicht und Beiwagenlicht. Das funktionierte dann auch ohne weitere Probleme.

Abends saßen wir gemütlich am großen Lagerfeuer beim Moserwirt. Ein schönes Treffen, das seinen Höhepunkt in dem fantastischen Feuerwerk zum Jahreswechsel fand.  Der Moserwirt hatte eigens einen Pyrotechniker beauftragt. So manche Stadt wäre bestimmt neidisch gewesen.

Die Heimfahrt verlief ohne Probleme.

Nun muss ich in den nächsten Tagen mich noch einmal über die Elektrik machen und die Lichtnotlösung unter der Sitzbank in Ordnung bringen.

Weitere Bilder vom Silvestertreffen unter http://www.gespanntechnik.at/20799.htm



Kommentiere diesen Post